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Teure Zölle wurden von Schiffen beim durchfahren des Rheintals verlangt.
So wurden auch die wenigen anständigen Burgeigentümer reich. Man nannte
sie die "Räuberbarone". Das Verhalten der Ritter von Burg Reichenstein
war besonders abscheulich. Im 13. Jahrhunderts war Burg Reichenstein die Festung
von Philip von Hohenfels, ein Raubritter wie er im Buche steht, der "Damen
entführte, Geistliche einsperrte, seine Vassallen misshandelte und Kaufleute
ausgeplünderte". Es scheint es war ein raues Gesindel, sogar gemessen
an den Maßstäben der Zeit. Am 1. Oktober, 1273 wurde Rudolf I, Gründer
der Habsburger Dynastie, zum Kaiser des Heiligen römischen Reiches und zum
König von Deutschland gewählt. Vier Jahre später hat er auf Burg
Rheinstein Philip von Hohenfels zum Tode verurteilt. Das Eigentumsrecht der Burg
ging auf Philips Sohn Dietrich über, der jedoch offensichtlich genauso ein
Verbrecher wie sein Vater war.
Fachleute
schätzten, nach Beurteilung der Grundsteine, daß die früheste Konstruktion
auf Burg Reichenstein im frühen 11. Jahrhundert begonnen hat, also vor ungefähr
1.000 Jahren. Zu der Zeit war das Land in jenem Gebiet das Eigentum der Benediktinerabtei
Kornelimünster, einige Kilometer südöstlich von Aachen.
Es war ein Geschenk von König Ludwig der Fromme, Sohn von Karl dem Großen. Heute
ist Burg Reichenstein ein Hotel/Restaurant.
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